Corps-Lexikon


Hier erklären wir einige Begriffe, die man ab und zu bei Studentenverbindungen hört. Einige davon sind gebräuchlicher, die meisten allerdings werden heute nicht mehr verwendet. Den Grundstein für dieses Lexikon hat unser Corpsbruder Prof. Dr. Christian Helfer gelegt, der in den 1970er Jahren das Buch „Kösener Brauch und Sitte“ verfasst hat.

Die Begriffe sind nach Anfangsbuchstaben sortiert. Bitte klicken Sie auf die jeweiligen Begriffe, wenn Sie eine detailliertere Erkläung lesen möchten.

 

Bitte wählen Sie aus dem Menü oben

  • Abfuhr

    Die vorzeitige Beendigung der Mensur, unterschieden in medizinische und klinische Abfuhr sowie die Abfuhr auf Moral und auf Technik. Klinisch heißt eine Abfuhr, wenn sie, was sehr selten vorkommt, in einer Klinik ärztlich versorgt werden muß. In einigen SC wird die Partie vom Sekundanten annonciert: „Eventuell bis zur Abfuhr“. Im Paukbuch wird die Abfuhr gewöhnlich durch ein Kreuz hinter dem Zirkel des Corps, das sie erklärt hat, markiert.

  • Abschlusskneipe

    Offizielle Kneipe am Ende des Semesters. Sie findet vor oder nach dem Schluß-CC statt. Ihr Termin wird in jedem SC mit den SC-Corps abgesprochen, um deren Vertretung zu ermöglichen.

  • Accolade

    Die Umarmung als förmlicher Teil der Rezeption durch den Senior, mit oder ohne Bruderkuß in manchen Corps üblich. 2. Die Umarmung des frisch Rezipierten durch seine Corpsbrüder; in Österreich geübter und seit den 60er Jahren auch bei deutschen Corps vielerorts in Schwung gekommener Brauch.

  • Admission

    Die Aufnahme als Fuchs (Renonce) ins Corps, bei Corps in Österreich und Süddeutschland oft auch Akzeption genannt. Beide Ausdrücke betonen, dass man in das Corps nicht eintreten kann, sondern durch CC-Beschluss aufgenommen wird. Bei Admission mehrerer Füchse (Renoncen) zum gleichen Termin bestimmt sich die Reihenfolge nach dem Zeitpunkt, zu dem die Spefüchse ihren Aufnahmewunsch dem Senior oder einem Mitglied des engeren Corps geäußert haben. Die Admission erfolgt nach unterschiedlichen Traditionen in feierlicher Form, öfters mit Verlesung von bestimmten Teilen der Konstitution und Handgelöbnis. Bei vielen Corps wird seit dem Krieg für den Aufzunehmenden keine besondere Kleiderordnung mehr beachtet.

  • Aktivwerden

    Als Renonce oder Fuchs ins Corps aufgenommen werden.

  • Anrede

    Corpsbrüder sprechen sich traditionell mit Nachnamen an. Bei offiziellen Veranstaltungen wird dem Nachnamen das Corpsverhältnis hinzugefügt: Renonce/Fuchs, CB, IacB oder AH/EM. In der corpsstudentischen Anrede entfallen Doktor- und andere Titel.

  • Bandknopf

    Zur Verbindung des Corpsbandes bestimmter Knopf von ca. 3 – 5 cm Durchmesser, früher aus Porzellan oder Elfenbein, heute meist aus Metall, selten aus Gold. Der Bandknopf zeigt auf der leicht gewölbten Seite die Corpsfarben oder das Vollwappen, umgeben von der Widmung. Auf der Innenseite hat der Bandknopf eine gestielte kleine Scheibe, an der die gelochten Enden des Corpsbandes befestigt werden. Der Bandknopf wird oft vom Leibburschen dem Leibfuchs dediziert. Bis es soweit ist, befestigt er sein Fuchsenband provisorisch mit einer Klammer, Nadel oder einem Porzellan-Bierverschluß. Der Bandknopf wird gewöhnlich an der kurzen Rippe getragen, ihn sichtbar nach vorne zu schieben gilt als eitel.

  • Bierjunge

    Auch: Bierskandal. Trinkwettkampf in scherzhafter Nachahmung der Mensur, der nach Bierkomment in verschiedenen Formen praktiziert wird. Gewöhnlich wird der Ausruf „Bierjunge“ des einen Korporierten mit „hängt“ von einem Anderen beantwortet. Beide sind dann involviert. Im Anschluss füllen beide ein Glas (meist 0,25 oder 0,3l) mit Bier und trinken es schnellstmöglich in einem Sitz aus. „Gewonnen“ hat, wer das vollständig geleerte Glas ohne zu kleckern auf dem Tisch abstellt – wobei man heute eigentlich nicht von Gewinnern und Verlierern sprechen kann. Es kann auch passieren, dass einer der beiden Involvierten nach einem Unparteiischen bittet, der den Bierjungen leitet. Man spricht dann von einem „geleiteten Bierjungen“.

    Seine Ursprünge hat der Bierjunge angeblich im 19. Jahrhundert, wo unter Corpsstudenten Anfeindungen als Grund zum Fechten galt. Diese Anfeindungen waren teils im SC-Komment genau geregelt und als am wenigsten schlimme Äußerung galt der Zuruf „Du dummer Junge“. Im Laufe der Zeit wurde der SC-Komment beim Biertrinken persifliert. Unter Anderem wurde aus „Du dummer Junge“ der „Bierjunge“ und anstatt der Mensur wurde ein Glas Bier geext.

  • Bierzipfel

    Schmuckanhänger aus etwa 10 cm langem Corpsburschen- oder Furchsenband, das je nach Farben des Bandes in Silber oder Gold eingefasst und ggf. mit Schiebern versehen ist. Die Schieber zeigen auf der Virderseite den Corpszirkel, auf der Rückseite eine Widmung. Sie lautet etwa: „Chr. Müller s./l.Lbf. Th. Meier z. fr. Erg., Berlin SoSe 2005.“ Der Bierzipfel wird üblicherweise vom Leibburschen dem Leibfuchs dediziert, der anstelle der Fuchsenfarben nach der Rezeption ein Stück Corpsband in der Weise einzieht, dass er von oben betrachtet die erste Farbe links sieht. Der Bierzipfel wird meist am rechten Hosenbund getragen, siehe auch Zipfelhalter. Etliche Corps tragen grundsätzlich keine Bierzipfel.

  • Charge

    (Frz: „charge“ für „Bürde, Last“).
    1. Bezeichnung für das Amt der Chargierten.
    2. Kurze, aber sprachlich unrichtige Bezeichnung eines Chargierten.
    3. Kurze, aber sprachlich unrichtige Bezeichnung des bei Festlichkeiten Chargierenden.

  • Consenior

    Auch: Subsenior. Bezeichnung des zweiten Chargierten, der für die fechterische Ausbildung der Aktiven verantwortlich ist. Er vertritt den Senior und übernimmt regelmäßig auch die Fuchsenerziehung, wenn kein Fuchsmajor gewählt ist.

  • Conseniorenconvent

    Oft abgekürzt mit „CSC“.

    Sitzung der Zweitchargierten eines SC zur Beratung und Beschlussfassung über Bestimmungspartien und andere Mensurangelegenheiten.

  • Corpsburschenconvent

    Auch: Corpsconvent. Oft abgekürzt mit „CC“.

    1. Die Gesamtheit der aktiven und inaktiven Corpsstudenten eines Corps. Der CC vertritt das Corps und dessen Mitglieder (§11 KSt).

    2. Sitzung der Aktiven und Inaktiven Corpsburschen eines Corps zur Beratung und Beschlussfassung über Corpsangelegenheiten. Es wird unterschieden zwischen dem ordentlichen und außerordentlichen Corpsburschenconvent.

  • Couleur

    Als Couleur werden regelmäßig Gegenstände bezeichnet, die eindeutig dem Wesen der Studentenverbindungen zugeordnet werden können und von Verbindungsstudenten gebraucht werden. Die Zuordnung kann in den meisten Fällen anhand der Farben einer Korporation, des Wappens oder des Zirkels auf dem Gegenstand erfolgen. Als Couleurgegenstände sind zum Beispiel das Corpsburschenband, die Mütze, der Bandknopf, das Chargenwichs, Bierzipfel, etc.

  • Dämmerschoppen

    Meist ein informeller Umtrunk am Tagesende. Einige AHSC beginnen ihre Veranstaltungen mit einem Dämmerschuppen.

  • Eisenacher Kartell

    Kartell zwischen den Corps Brunsvigia Göttingen, Hassia Gießen zu Mainz, Suevia München und Thuringia Jena. Das Eisenacher Kartell veranstaltet regelmäßig Kartelltreffen.

  • Findling

    Ein 1986 nahe dem Kongresszentrum Würzburg als Geschenk des Köseners an die Stadt Würzburg aufgestellter, sechs Tonnen schwerer und zwei Milliarden Jahre Alter Stein mit der Aufschrift: „Von Kösen nach Würzburg – die Corpsstudenten.“

  • Fuchsenbesteck

    Scherzhaft für die Gesamtheit von Gegenständen, die der Fuchs stets bei sich tragen sollte. Dazu gehören beispielsweise Streichhölzer/Feuerzeug, Taschentuch, Stift, Zettel, Semesterprogramm, Visitenkarte, Pariser. Bevor das Handy so verbreitet wie heute war, gehörte zum Fuchsenbesteck auch Kleingeld zum Telefonieren. Teilweise kann auch ein Corpsburschenband Teil des Fuchsenbestecks sein.

  • Grypser

    Vom lateinischen Ortsnamen Grypswaldia abgeleitete und inoffizielle Abkürzung für Greifswalder. Mitglieder des Corps Borussia Greifswald werden daher auch als Grypser Preußen genannt.

  • Handgelöbnis

    Ein feierliches Versprechen der Treue zum Corps, das bei der Rezeption vielerorts in die Hand des Präsidierenden gegeben wird. Die in der Farbenstrophe (aus dem Lied „Dort Saalek hier die Rudelsburg“) vorkommende Formulierung „mit Herz und Mund und Hand“ bezieht sich auf das Handgelöbnis bei Aufnahme.

  • In perpetuum

    (Lat.: für „auf alle Zeit“). Kann unterschiedlich verwendet werden: 1. Dimission in perpetuum bezeichnet die dauerhafte Entlassung aus dem Corps als Strafe (z.B. aufgrund von Betrug). Der Entlassene darf dann nicht mehr in das Corps aufgenommen werden. 2. Der Wunsch, dass die Beziehung zwischen Verhältniscorps  „in perpetuum fortbestehen“ möge, gehört zur Dankrede offizieller Vertreter auf der Kneipe.

  • Jubiläumsband

    Bei einigen Corps ein besticktes Band, das an Alte Herren (AH) zum 50-jährigen Jubiläum seit Aufnahmen ins Corps verliehen wird. So tragen bei Arminia München die 100-semestrigen Mitglieder ein mit Eichenlaub, Rezeptions- und Jubiläumsjahr golden besticktes Band.

  • Kartell

    (Ital.: „cartello“ für „Übereinkunft“). 1. Engste Form der freundschaftlichen Beziehungen zwischen zwei Corps. 2. Enges Freundschaftsverhältnis zwischen mehreren Corps. 3. Veraltet für „schriftliche Forderung“.

  • Leibfamilie

    Gesamtheit der durch die Leibverhältnisse in absteigender und aufsteigender Linie verbundenen Corpsbrüder. Die Leibfamilie versucht sich gelegentlich durch Besonderheiten wie etwa der Beibehaltung einer älteren Farbnuance des Bandes, von anderen Leibfamilien abzuheben. Solche spielerische Betonung von Besonderheit kann hingenommen werden, solange sie nicht zur Cliquenbildung instrumentalisiert wird. Die Grenze dahin wird überschritten, wenn die Leibfamilie prinzipiell in Conventen im gleichen Sinne abstimmt oder besondere corpspolitische Ziele verfolgt. Stammbaumartige Darstellungen der Leibfamilie kommen durchaus vor.

  • Mausgrau

    Scherzhafte Bezeichnung für Corps, die dem schwarzen Kreis zugerechnet werden, aber dessen Prinzipien nicht streng vertreten. Die Gründe dafür können verschieden sein: Zum Beispiel, weil sich ihr Lebensstil nicht mit dem Sparsamkeitsprinzip verträgt, oder weil sie „sich selbst genug“ sind.

  • Münchner SC

    Der aus 13 Kösener, sieben Weinheimer und einem nicht verbandsgebundenen Corps (Donaria Weihenstephan) bestehende SC zu München. Einziger Fall eines gemeinsamen SC von Corps beider Verbände. Die Voraussetzung für die Bildung solcher SC sind in §5 Abs. 1 KV geregelt.

  • Mütze

    Kurz für Corpsburschen- oder Fuchsenmütze.

  • Nagelprobe

    Nach Bierkomment der Nachweis eines kommentgemäß geleerten Gemäßes. Es darf nicht mehr Stoff im Glas bleiben als auf einen Daumennagel geht. Die Nagelprobe wird gelegentlich beim Bierskandal gefordert.

  • Ohrenleder

    Mit Leder bezogene ovale Blechdeckel, die am Brillenriemen zum Schutze der Ohren befestigt werden. Nach einigen Paukkomments zulässig, aber mit der Kösener Mensurauffassung unvereinbar. Die öfters gehörte Annoncierung, die Ohrenleder dienen dem Schutz des Gehörgangs, ist unzutreffend, da hierzu der Brillenriemen ausreicht. Siehe auch: Wangenleder.

  • Patronage

    Besondere Unterstützung eines Aktiven oder Inaktiven durch einen Alten Herren. Eine Patronage wird manchmal für einen unbemittelten Corpsbruder semesterlang übernommen; sie findet aber auch traditionell bei gemeinsamen Veranstaltungen durch Zahlung der Rechnung für einen Aktiven oder Inaktiven statt.

  • Präpuz

    Ein den Farbenstreifen an der Mütze zeitweilig verdeckendes Stoffband. Das Präpuz dient bei einigen Corps, die keine gesonderte Fuchsenmütze haben, zur Verhüllung der dritten Corpsfarbe und wird nach der Rezeption entfernt.

  • Quart

    Hieb des Rechtshänders (auch: Rechtser) auf die linke, des Linkshänders (auch: Linker) auf die rechte Seite des Kopfs vom Gegenpaukanten. Man unterscheidet zwischen Außen-, Hoch- und Tiefquart. Ausnahmsweise auf die Terzseite zielt die Hakenquart.

  • Rekonstitutionskommers

    Feierliche Veranstaltung zur Erinnerung an die Wiedergründung eines Corps nach dem Krieg. Bei manchen Corps werden die seit der Rekonstitution vergangenen Jahre wie bei Stiftungsfesten gezählt und runde Jahre feierlicher begangen.

  • Renonce

    (Frz.: „renonce“ für „Verleugnung“; veralteter Begriff). In manchen Corps werden heute die sog. Füchse auch Renoncen genannt. Das ist jedoch keinesfalls abschätzig oder im Zusammenhang mit einer Verleugnung zu werten.

    Füchse wie Renoncen sind für ein bis zwei Semester in einer Art Lernphase, in der sie das Korporiertenwesen kennen lernen. Sie sind jedoch vollwertige Mitglieder der Gemeinschaft. Beispielsweise heißt es in §14 der Konstitution des Corps Thuringia Leipzig: „im Verhältnis zwischen Corpsburschen und Renoncen hat jede Überhebung auszuscheiden.“

  • Schnefter

    Schon um die Mitte des 19. Jhr. belegtes Wort für eine (Wald)Wanderung. Seitdem insbesondere im corpsstudentischen Gebrauch für einen Ausflug oder eine – auch mehrtägige – Wanderung in Farben. Vornehmlich in Corps des Grünen Kreises im Sommersemester beliebte Veranstaltung.

  • Sekundant

    (lat.: für „der Begünstigende“). 1. Der Beistand des Paukanten in der Mensur. Der Sekundant bestimmt durch Kommandos Beginn und Ende der Gänge und schützt durch Einfallen mit dem Sekundantenspeer einen Paukanten gegen inkommentmäßige Hiebe des Gegners. Er sekundiert in hockender Stellung, wobei die Spitze seines Speeres während des Ganges den Boden berühren muss. Der Sekundant ist gewöhnlich ein mensurerfahrener Corpsbruder des Paukanten. Wenn ein solcher nicht verfügbar ist, wird manchmal ein Sekundant von einem anderen Corps oder von einer anderen Korporation ausgeliehen. 2. Der Beistand des Paukanten bei Bierskandal.

  • Senior

    Der Erstchargierte. Vom CC für ein Semester gewählt, leitet er den Corpsbetrieb und repräsentiert das Corps nach außen. Im SC hat er Sitz und Stimme. Im CC hat er den Vorsitz und die Aufsichtspflicht gegenüber den anderen Chargierten. Im Corpshaus übt er das Hausrecht aus. Bei manchen Corps hat der Senior nach Klammerung seiner Charge das Recht, ein besonders verziertes Tönnchen zu tragen.

  • Subsenior

    Auch: Consenior. Bei manchen Corps auch der Sekretär.

  • Testant

    (Lat.: „testis“ für „Zeuge“). Ein Aktiver oder Inaktiver, der bei Mensuren zwischen den scharfen Gängen die obere Hälfte der Klinge desinfiziert.

  • Unterfertigter

    Älterer Ausdruck für der Unterzeichnende; nur in der am Satzanfang herkömmlichen Wendung „Unterfertigter CC bzw. SC“. Die neuere Abkürzung uCC hat sich stark verbreitet, ist aber unhöflich. Die in jeder Form unschöne Wendung kann ganz vermieden werden, wenn der CC seine mit der Formel „Unseren Gruß zuvor!“ begonnenen Schreiben konsequent in der 1. Person des Plurals mit „Wir“ fortsetzt. Einige Corps haben sich seit dem Kriege auf diesen aus der Frühzeit der Corps bekanten Brauch besonnen und damit eine viel ansprechendere Form des Briefstils gefunden, die zudem sprachlich korrekter ist.

  • Verkehrsgast

    Ist regelmäßig in der Abkürzung „VG“ zu lesen und bezeichnet meist Inaktive Corpsstudenten, die den Hochschulort gewechselt haben und dort regelmäßig bei einem Corps das Haus besuchen, mit dem das eigene Corps kein Verhältnis pflegt. Bei der Wahl des Corps, bei dem er verkehren möchte, kann der VG heute eher als früher seinem eigenen Wunsch folgen. Er hat aber corpspolitische Tendenzen seines CC zu berücksichtigen. Der VG wird von seinem CC annonciert. Inwieweit er vom gastgebenden Corps zu Veranstaltungen eingeladen oder aufgefordert wird, ist örtlich verschieden. Beim Ausscheiden aus dem VG-Verhältnis pflegt er Freibier zu stiften oder eine Dedikation zu machen; außerdem dankt sein CC auch schriftlich für die gewährte Gastfreundschaft.

  • Wahlspruch

    Der von einem Corps gewöhnlich bei seiner Stiftung gewählte Denkspruch, mit dem – oft in neulateinischer Form – die gemeinsamen Wertvorstellungen angesprochen werden: Ehre (honos), Eintracht (concordia), Freiheit (libertas), Freundschaft (amicitia), Stärke (fortitudo), Tugend (virtus) u.a.m.

  • Wappenspruch

    Lateinische oder deutsche Devise, die sich – häufig in abgekürzter Form – in einem Feld des Corpswappens findet. Selten als Hexameter (Hercynia München: Omnia si perdas famam servare memento). Die in der Frühzeit der Corps mit der Abkürzung beabsichtigte Geheimhaltung des Wappenspruch ist meist aufgegeben (Onoldia Erlangen: PCAH). Siehe auch: Wahlspruch.

  • Wedeln

    Eine Fechtart, bei der die Klinge nach dem Hieb nicht abgedreht, sondern auf gleichem Wege in die Ausgangsstellung zurückgeführt wird. Ermöglicht zwar schnelles, jedoch wenig variables Fechten und gewährt ungenügenden Schutz gegen tiefe Hiebe. Beim Fechten im „a tempo“ muss gewedelt werden. Grundsätzlich kennzeichnet diese Technik den Verfall der Fechtkunst.

  • Zusammenreiben

    Vor einem gemeinsamen Trunk einer Zecherrunde mit mehreren Gläsern zugleich anstoßen. Die Aufforderung im Süddeutschen Raum: „Reibmer zam!“