Thuringia Leipzig seit 1806


Das Leipziger Corps Thuringia gehört zu den ältesten Verbindungen in Leipzig. In seiner heutigen Form besteht es seit 1847. Seine Wurzeln reichen zurück bis ins Jahr 1806, wie ein Stammbuchblatt des Thüringer-Seniors, Lützower Jägers und Dichters Theodor Körner zeigt:

Stammbuchblatt Körner 1806

Stammbuchblatt von Theodor Körner

Das Blatt zeigt zwischen den gekreuzten Schlägern ein Stiftungsdatum 6. 06. 1806

In der Zeit nach den Befreiungskriegen unterdrückten die absolutistischen Landesherren die Studentenverbindungen, unter Anderem aus Furcht vor rebellischen Bewegungen. Die Studentenverbindungen lebten dennoch weiter – zeitweilig im Verborgenen. Thuringia mußte wie viele andere Corps wiederholt schließen und lebte, teils unter anderem Namen wie Franconia, Neoborussia oder Lipsia, fort, bevor sie ihren alten Namen, die Farben und den Zirkel stets wieder annahm. Michael Schlicht (Thuringiae Leipzig, Rhenaniae Bonn) beschreibt die wechselvolle Geschichte der Thuringiae lebendig und doch mit wissenschaftlicher Akribie bis zur Zwangssuspension im Jahr 1935 durch die Nationalsozialisten. Die allgemeine Geschichte, die studentische Kulturgeschichte und die Leipziger Universitätsgeschichte werden dabei ebenso geschildert wie die Lebensgeschichten der bedeutenden Angehörigen des Corps, wie z. B. der Dichter Theodor Körner, Rudolf Baumbach und Otto Julius Bierbaum oder des Bildhauers Norbert Pfretzschner. Eine reiche Bebilderung, eine Matrikel der Mitglieder sowie ein ausführlicher Index runden das Werk ab.

Das Werk seit Anfang Januar 2017 beim D. L. Koch Verlag erschienen:

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